Der Senioren-Obmann

 

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Leider ist es in unserer Gesellschaft so,
daß die meisten Leute erst anfangen zu quieken,
wenn sie am eigenen Leib betroffen sind.

Ich bin eigentlich nicht so.
Ich kümmere mich jetzt im Hier und Heute,
um später vielleicht einmal nicht ganz so hart betroffen zu sein
- seit meinem vierzehnten Lebensjahr -


Mit dem Alter kommen Beschwerden, Einschränkungen,
Krankheiten und Behinderungen.
Hilfsmittel sollen dazu dienen, die Auswirkungen
möglichst gering zu halten und ein optimales Maß an
Selbständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.
Der Hilfsmittelmarkt ist umfangreich und für Laien unüberschaubar.
 

Eitelkeit, Unkenntnis, Bescheidenheit und falsche Scham

führen oft dazu, daß körperliche und seelische Leiden
unnötig verlängert werden
und die Mobilität bereits viel weiter eingeschränkt ist,
als es bei rechtzeitiger Behandlung und rechtzeitigem Einsatz
von Hilfsmitteln der Fall wäre.
Damit verbunden ist nicht nur ein erheblicher Verlust an Lebensqualität
sondern das schraubt auch die Behandlungs-, Pflege- und Gesundheitskosten
erheblich in die Höhe.

Meine Mutter
hat erst das dringende Verlangen Vater auf der Intensivstation zu besuchen
veranlaßt, sich in einen Rollstuhl zu setzen.

Inzwischen ist sie nicht nur mit dem "normalen" Rollstuhl vertraut

sondern auch mit dem elektrischen Rollstuhl und fährt hier damit
zur Apotheke, zur Bank und zum Kaufmann.
 

Ich habe die Geräte in einem Sanitätshaus gegen Gebühr
über´s Wochenende ausgeliehen,
weil unser Hausarzt sich hartnäckig weigert,
ein Rezept für die Geräte auszustellen.
Seiner Meinung nach sind die Geräte unangebracht, zu teuer
und außerdem wollen meine Eltern die ja eigentlich auch gar nicht.
 
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